Hornissenkönigin füttert die Larven

Heute ist es mir gelungen, die Königin auf dem Nest zu fotografieren, kurz nachdem sie mit Beute in den Kasten eingeflogen war.
Obwohl ich den Deckel der ehemaligen Bienenbeute lüften musste, um die Fotos zu machen, blieb die Königin, die ja samt Nest mit angehoben wurde, völlig ruhig und zerkaute in aller Ruhe weiter ihre Beute. Nur gut durchgekaut werden die besten Stücke der Beute an die Larven verfüttert.

Die Königin auf dem Nest mit einem zerkauten Beuteinsekt kurz vor der Fütterung der Larven. / Foto: F. Hornig

Die Königin in Großaufnahme mit der zerkauten Beute, die gleich an die Larven verfüttert werden soll. / Foto: F. Hornig

Larven und Eier in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. Ein Zeichen, dass die Königin vital ist. / Foto: F. Hornig

Die Larven haben sich seit der letzten Aufnahme gut entwickelt, alle Zellen scheinen durch Eier und Larven belegt zu sein: ein Zeichen, dass die Königin vital ist. :-)

Hornissennest: kleine Larven und Eier

Wie schon von mir erwartet und letztens angedeutet, hat die Kälte die Entwicklung des Nestes verzögert. Neulich hatte ich ja die Königin beim Bestiften einer Zelle fotografiert. Heute nun konnte ich in die Zellen hinein fotografieren. Es zeigte sich ein typisches Bild. In der Mitte, in der zentralen Zellen, finden sich kleine Larven. In den Randzellen befinden sich Eier. Aber alle Zellen sind inzwischen bestiftet und die Königin scheint fit und hat die Kälteperiode gut überstanden.

In den zentralen Zellen kann man kleine Larven erkennen, außen erkennt man zumindest unten rechts ein Ei. / Foto: F. Hornig

Die Randzellen sind mit Eiern belegt. / Foto: F. Hornig

Königin bestiftet trotz Kälte

Trotz der Kälte am Wochenende (nachts nahe Gefrierpunkt) macht die Königin weiter. Man kann davon ausgehen, dass das Initialnest bei günstigeren Temperaturen schon weiter wäre, aber Hauptsache die Königin überlebt die Schlechtwetterperiode (Mittwoch angekündigt: 10° C + Regen, tagsüber) und kann dann bei höheren Temperaturen durchstarten.

Gestern konnte ich sie bei den mäßigen Temperaturen (immerhin teilweise Sonnenschein) sogar bei der Bestiftung von Zellen (Eiablage) fotografieren. :-)

Einflug in den Kasten / Foto: F. Hornig

Eiablage trotz Kälte: Die Königin bestiftet eine Zelle. / Foto: F. Hornig

Hornissenkönigin baut weiter

Die wärmeren Temperaturen animieren die Hornissenkönigin zum Bauen. Sie stärkt sich am Futterteig, holt Baumaterial beim Holzstapel und trägt es in den Kasten ein.

Drei Bilder von heute:

Hornissenkönigin am Futterteig im Flugloch. / Foto: F. Hornig

Königin beim Raspeln von Holz am Holzstapel. / Foto: F. Hornig

Die Königin trägt Baumaterial ein (Holz mit Speichel vermischt). Der rote Kreis markiert die kleine Kugel mit dem Baustoff. ( Foto: F. Hornig)

Katzensicherung

Da ich die Hornissenkönigin bei diesem Kasten (ehemalige Bienenbeute) nur am Flugloch füttern kann, besteht leider die Gefahr, dass sie von der Katze unserer Nachbarn, die ständig in unserem Garten patroulliert, erwischt wird. Zumindest wenn sie außen am Kasten sitzt.

Häufig frisst sie auch von innen, während sie im Kasten sitzt und nur ihren Kopf ins Flugloch steckt. Dann ist sie natürlich sicher. Kommt sie aber von einem Flug zurück und frisst, dann sitzt sie eben ungeschützt außen.
Und die Katze zeigt sich leider nicht nur an Vögeln interessiert, sondern sehr zu meinem Verdruss auch an Hummelköniginnen und eben auch an der Hornissenkönigin. Schon mehrfach hat sie sie interessiert anvisiert. Vertreiben hat keinen Sinn, meistens bin ich einfach nicht vor Ort. Aufgeben möchte ich die Fütterung auch nicht, da ich gerade in meinem Garten, wo ich gut dokumentieren kann, an einer positiven Entwicklung des Nestes interessiert bin.

Die höher gelegenen Kästen stellen ja auch kein Problem dar, die Königin hat sich nun aber just diese Bienenbeute ausgewählt, die auf dem Boden steht. Daher musste eine Lösung her.

Also habe ich gestern während der langweiligeren Spiele der Sportschau parallel eine Katzensicherung aus Draht gebastelt. Nicht besonders hübsch, aber funktional. Ein Drahtvorbau, der es der Katze sehr erschwert bis unmöglich macht, die Hornissenkönigin beim Fressen mit einem Pfotenhieb zu erwischen.

Natürlich droht immer noch Gefahr, wenn die Königin in niedrigen Gefilden (Holzstapel etc.) nach Baumaterial sucht. Dann könnte sie die Katze z.B. beim Abraspeln von Holz erwischen. Man kann eben nicht allen Widrigkeiten vorbeugen. :-(

Hoffen wir das Beste für die Königin – und für die Katze. Sonst gibt es einen neuen Kissenbezug. ;-)

Hier noch drei Fotos:

Der Drahtvorbau schützt die Hornissenkönigin, wenn sie außen am Flugloch Futterteig frisst. / Foto: F. Hornig

Frisst sie wie hier von innen, besteht ohnehin keine Gefahr für die Königin. / Foto: F. Hornig

Bei dem kalten Wetter frisst die Königin häufig vom angebotenen Futterteig. / Foto: F. Hornig

Steinhummelkönigin und Hornissenkönigin beide aktiv

Die Steinhummelkönigin konnte ich heute beim Eintrag von Pollen beobachten.
Hier läuft also alles nach Plan!
Und auch die Hornissenkönigin scheint mit dem Nestbau voran zu schreiten.
Ich konnte sie beim Abraspeln von Holz, also bei der Beschaffung von Baumaterial, fotografieren.

Hornissenkönigin raspelt Holz ab, um es als Baumaterial zu verwenden. / Foto: F. Hornig

Hornissenkönigin: Kleiner Nestansatz im Kasten

Heute konnte ich es dann doch nicht mehr aushalten und musste einen Blick in den Kasten werfen. Also habe ich abgewartet, bis die Königin ausgeflogen war. Dann habe ich den Deckel geöffnet und vorsichtig einen Blick ins Innere der Bienenbeute geworfen:
Wie erwartet hat die Königin unten am Deckel einen kleinen Nestansatz angeklebt.

Kleiner Nestansatz am Deckel / Foto: F. Hornig

Dann habe ich die Kamera auf “Video” gestellt, auf einem provisorischen “Stativ” platziert und gewartet, bis sie die Königin beim Einflug erwischt hat.

Hornissenkönigin: Big Mama zieht ein

Klasse!
Eine Hornissenkönigin hat einen meiner Kästen im Garten als Nistort ausgewählt. :-)
Leider nicht den speziellen Hornissenkasten, der auch extra mit altem Nistmaterial bestückt war, um eine Ansiedlung zu erleichtern, sondern eine umgebaute ehemalige Bienenbeute aus Holz, die auch schon mal als Hummelnistkasten gedient hat. Naja, in diesem Kasten lässt es sich zwar schwieriger beobachten, dafür bietet er aber massig Platz.

Ich konnte die Königin heute schon mehrfach beim Einfliegen in den Kasten beobachten. Da in den nächsten Tagen eine Kaltfront droht, habe ich die Hornisse sofort an die Zufütterung von Bienenfutterteig gewöhnt. Das könnte in den nächsten Tagen wichtig werden. Die Abbrecherquote speziell bei widrigen Bedingungen liegt ja bei mehr als 80 %.

Hier noch drei Fotos:

Diese ehemalige Bienenbeute hat der Königin am besten gefallen. / Foto: F. Hornig

"Big Mama" beim Einflug. / Foto: F. Hornig

Die Hornissenkönigin nimmt den Bienenfutterteig gerne an. / Foto: F. Hornig

Bed and Breakfast …

Was soll man schon machen, wenn man das schöne Frühlingswetter nutzen, dem Schreibtisch entfliehen und die Wildnis spüren möchte?
Tief in die Wälder vordingen und Hornissenkästen aufhängen, was sonst. Auch gestern haben wir also wieder alte Kästen kontrolliert und neue aufgehängt. Glücklicherweise sind die Zecken noch nicht so aktiv, im Gegensatz zu einigen Ornithologen, die uns begegnet sind.

Insgesamt ist die Anzahl unserer Kästen noch einmal deutlich gestiegen. Allein in einem Radius von 2km um meinen Wohnort hängen 13 Kästen. Und so warten wir nun auf gutes Wetter im Mai und Juni, der Zeit, in der die Königinnen die Nester gründen und beim Aufbau eines Hornissenstaates ganz auf sich allein gestellt sind, bevor nach frühestens 6 Wochen Arbeiterinnen schlüpfen. In dieser schwierigen Phase liegt die Zahl der gescheiterten Nestgründungen bei über 80%. Heikle Wetterbedingungen d.h. lange Schlechtwetterphasen in diesem Zeitraum bedeuten fast immer ein “schlechtes” Hornissenjahr. Wir freuen uns natürlich auch über artverwandte Nutzung des Kastens in Form von Nestern der Sächsischen Wespe oder der Waldwespe. :-)
Oft sind das auch die Erstmieter, werden dann aber häufig von den Hornissen verdrängt. Bed and Breakfast sozusagen. ;-)

Und noch einer …

Und noch ein neuer Hornissenkasten. Am Ostrand eines Waldes gelegen, davor offene Fläche mit kleinen Tümpeln, Wildwuchs, Totholz etc. Windgeschützte Lage, Morgensonne: einfach ideal. / Foto: F. Hornig