Leider ist die Umsiedlung des noch sehr kleinen Volkes der Mittleren Wespe gescheitert. ![]()
Die acht Arbeiterinnen zeigten keine große Nestbindung oder haben sich schlicht verflogen. Es wurden schnell immer weniger. Obwohl wir bei der Umsiedlung wie immer verfahren sind und auch gerade bei einem Volk der Mittleren Wespe, dass wir vor zwei Jahren auf gleiche Art und Weise in meinen Garten umgesiedelt hatten, eine tolle Entwicklung beobachten konnten, ist uns die Rettung dieses kleinen Volkes diesmal nicht gelungen. Es war natürlich auch noch recht klein und besaß mit erst acht Arbeiterinnen eine noch etwas kritische Größe. Bei 10-15 Arbeiterinnen steigen die Chancen deutlich. Naja, nicht jede Umsiedlung ist erfolgreich, was dafür spricht, möglichst immer zu versuchen, den alten Standort beizubehalten. Dahin gehen auch die Beratungen vor Ort. Nur ist das leider nicht immer möglich.
Schlagwort-Archive: Dolichovespula media
Neue Heimat für Dolichovespula media (Mittlere Wespe)
Das Volk Mittleren Wespe (Dolichovespula media), das ich mir neulich auf einer Terasse unter einer recht niedrigen Dachtraufe angesehen habe, hat wegen der ungünstigen Lage direkt über der Terassentür eine neue Heimat bekommen. Ich habe es mir in den Garten geholt.
Noch einmal ein Blick auf das ursprüngliche Nest (gestern am alten Standort):

Foto: F. Hornig
Auch im Video baut eine Arbeiterin noch an der Nesthülle. Leider vergeblich, da kurze Zeit später umgesiedelt wurde.
Bei der anschließenden Umsiedlung lief alles glatt. Es gelang uns, die Königin zu isolieren. Damit war die Gefahr des Verlustes der Königin ausgeschlossen. Allerdings zeigte sich die Königin ohnehin schon recht wabentreu. Die Arbeiterinnen hatten wir zuvor schon abgefangen. Den acht Leerzellen im Nest entsprachen acht Arbeiterinnen, die wir alle einfangen konnten. Das Umkleben der Waben samt einem Großteil der Außenhüllen gelang auch ohne Komplikationen.
Hier ein Blick auf die Königin, die nach meinen bisherigen Erfahrungen eher zierlich wirkt für eine D. media-Königin, aber die typische Färbung aufweist.

Die typische hornissenähnliche Zeichnung der Königin der Mittleren Wespe. Hier während der Umsiedlung. / Foto: F. Hornig
Heute morgen in aller Frühe habe ich das Flugloch des Nistkastens am neuen Standort geöffnet. Schon kurze Zeit später zeigten sich die ersten Arbeiterinnen, machten Orientierungsflüge und stärkten sich am Futterteig, den ich ins Flugloch geschmiert hatte.

Am Flugloch des neuen Kastens zeigt sich die erste Arbeiterin. / Foto: F. Hornig
Der Futterteig wird gerne angenommen:

Futterteig als Starthilfe in der neuen Heimat. / Foto: F. Hornig
Dolichovespula media unter der Dachtraufe auf einer Terasse
Heute habe ich mir ein Nest der Mittleren Wespe (Dolichovespula media) angesehen. Es hatte den typischen schlauchartigen Eingang, den die Nester dieser Art häufig zeigen und es flogen schon Arbeiterinnen

Typisches Nest von D. media mit schlauchartigem Eingang / Foto: F. Hornig

Eine Arbeiterin der Mittleren Wespe verlässt das Nest. / Foto: F. Hornig

Close-up: Arbeiterin von Dolichovespula media / Foto: F. Hornig
Hier noch zwei Videos von Arbeiterinnen auf der Nesthülle:
Wespennester in der Nähe
Anscheinend gibt es zwei Gründungen von Wespennestern in der Nähe. Zumindest kann ich regelmäßig zwei Wespenköniginnen auf Beutejagd in unserem Garten beobachten. Eine davon ist interessanterweise eine Königin der Mittleren Wespe (Dolichovespula media), auch “Kleine Hornisse” genannt. Man kann sie leicht bestimmen, da sie wie eine Hornissenarbeiterin aussieht. Leider weiß ich nicht, wo sie ihr Nest gegründet hat.
Erste Jungköniginnen bei Mittlerer Wespe
Heute gegen 20.30 Uhr konnte ich die ersten zwei Jungköniginnen bei dem Volk der Mittleren Wespe beobachten. Eine kletterte auf der Außenhülle herum. Die andere flog kurz aus dem Nest und dann sofort wieder hinein. Immer wieder erstaunlich, wenn man plötzlich die Jungköniginnen aus dem Nest kommen sieht, die dann einer Hornissenarbeiterin so verblüffend ähnlich sehen.
Leider hatte ich keine Kamera dabei, sodass es keine Fotos gibt. Momentan bin ich vormittags und am frühen Nachmittag oft unterwegs. Ich hoffe aber, demnächst Fotos von Geschlechtstieren nachliefern zu können.
Zumindest bringt das Volk jedoch welche hervor. Die nächste Generation scheint gesichert.
Mittlere Wespe: Wachstum in Bildern
Die Mittlere Wespe hat zwar im Gegensatz zur Sächsischen Wespe noch keine Geschlechtstiere hervorgebracht, aber das Nest ist wirklich stark gewachsen und inzwischen wesentlich größer als das der Sächsischen Wespe.
Ein paar Bilder können das verdeutlichen.
Zuerst eine Aufnahme des Nestes der Mittleren Wespe (Dolichovespula media) vom 05.06.09:

Aufnahme vom 05.06.09: Die oberen Stangen (1) stützen das Nest, sind aber noch nicht eingebaut. Die unteren Stangen (2) sind noch weit vom Nest entfernt. / Foto: F. Hornig
Zum Vergleich eine Aufnahme von heute (23.07.09):

Aufnahme vom 23.07.09: Auch die untere Stange (2) ist inzwischen eingebaut. Die obere Stange (1) ist kaum noch zu sehen. / Foto: F. Hornig

23.07.09: Blick von unten auf das Nest der Mittleren Wespe / Foto: F. Hornig

Und noch wird weiter gebaut: Arbeiterin der Mittleren Wespe / Foto: F. Hornig
Mittlere Wespe noch nicht auf dem Höhepunkt
Bei der Mittleren Wespe zeigt die erste “Durchsicht” nach dem Urlaub, dass das Nest weiter gewachsen ist – es ist inzwischen wesentlich größer als das Nest der Sächsischen Wespe – aber das Volk scheint noch nicht auf dem Höhepunkt angelangt zu sein. Geschlechtstiere kann ich hier, im Gegensatz zur Sächsischen Wespe, noch nicht beobachten.
Matsdrohne hatte ja netterweise während meines Urlaubs einen Blick auf die Völker geworfen und sich über die Verteidigungsbereitschaft des Volkes gewundert. Daher habe ich mein Augenmerk auch etwas stärker auf diesen Punkt gelenkt. Es ergibt sich ein differenziertes Bild. Das Türenschlagen unter dem Carport scheint sie nicht mehr so stark zu reizen wie vor ein paar Wochen. Wird aber der Carport durch eine damit verbundene Gartentür erschüttert, zeigt das Volk eine sehr starke Verteidigungsreaktion. Sitzen die Wespen dann nach dem Umfliegen des Kastens noch in wachsamer Haltung auf der Außenhülle des Nestes, reicht teilweise schon ein optischer Reiz, um sie zu beunruhigen.
Vor jeglicher Erschütterung des Nestes konnte ich jedoch völlig unbehelligt Fotos machen, ohne dass dies eine Verteidigungsreaktion der Wespen ausgelöst hat.

Erfolgt keine Erschütterung, sind weiterhin Fotos ohne Beunruhigung der Wespen möglich. / Foto: F. Hornig

Flugverkehr bei der Mittleren Wespe / Foto: F. Hornig

Wurde das Volk alarmiert, bleiben die Arbeiterinnen eine Weile wachsam auf der Außenhülle. / Foto: F. Hornig

Erhöhte Wachsamkeit (2) / Foto: F. Hornig
30.06.09: Sächsische Wespe und Mittlere Wespe
Fortschritte bei beiden Völkern. Wenn die Königinnen weiterhin vital bleiben, sollte eigentlich einer positiven Entwicklung beider Völker nichts im Wege stehen und es sollten bei beiden Geschlechtstiere (Jungköniginnen und Drohnen) hervorgebracht werden.
Etwa Mitte September sollten dann beide Völker – bis auf die Jungköniginnen – komplett absterben. Die Nester werden danach verlassen sein, da die Jungköniginnen bereits abgeflogen sein werden, um sich zu paaren und direkt danach ein Winterquartier zu suchen. Sie werden nicht zum Nest zurückkehren.
Doch das ist natürlich noch Zukunftsmusik. 8) Noch haben wir den Juli und den August vor uns.
Ein paar aktuelle Fotos von beiden Völkern.
Zunächst zur Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica):

Sächsische Wespe: Wegen der Hitze wird Luft ins Flugloch gefächelt. / Foto: F. Hornig

Arbeiterinnen der Sächsischen Wespe / Foto: F. Hornig

30.06.09: Nest der Sächsischen Wespe (1) / Foto: F. Hornig

30.06.09: Nest der Sächsischen Wespe (2) / Foto: F. Hornig
Weiter zur Mittleren Wespe (Dolichovespula media):

30.06.09: Nest der Mittleren Wespe / Foto: F. Hornig

Arbeiterinnen der Mittleren Wespe am Flugloch (1) / Foto: F. Hornig

Arbeiterinnen der Mittleren Wespe (2) / Foto: F. Hornig
Sächsische Wespe und Mittlere Wespe weiter auf Wachstumskurs
Beide Völker sind weiter auf Wachstumskurs.
Den deutlichsten Zugewinn bei der Nestgröße hat in den letzten Tagen die Mittlere Wespe (Dolichovespula media) gehabt.

Auch aus dieser Perspektive wird deutlich, dass das Nest der Mittleren Wespe deutlich an Umfang zugenommen hat. / Foto: F. Hornig

27.06.09: Deutliches Wachstum des Nestes in den letzten Tagen. / Foto: F. Hornig
………………………………………………
Bei der Sächsischen Wespe hingegen zeigt sich vor allem eine deutliche Zunahme der Flugbewegungen:
27.06.09
16.05 – 16.15 Uhr, bewölkt, leichter Wind, 18°C = 231 Flugbewegungen.
Aber auch das Nest ist natürlich gewachsen:

27.06.09: Nest der Sächsischen Wespe / Foto: F. Hornig

27.06.09: Nest der Sächsischen Wespe (2)
Wespen-Cocktail: Saxonica, Media, Polistes
Erstmal aktuelle Bilder von “meinen” Völkern (Sächsische Wespe und Mittlere Wespe):

21.06.09: Weiterhin rege - das Volk der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica) / Foto: F. Hornig

21.06.09: Nest der Mittleren Wespe (Dolichovespula media) / Foto: F. Hornig

Blick von unten: Nest der Mittleren Wespe am 21.06.09 / Foto: F. Hornig
Dann wurde ich heute noch zu zwei kleinen Feldwespen-Nestern gerufen, beide dicht nebeneinander und recht klein. Natürlich werden Feldwespen-Nester nur ungefähr faustgroß und bleiben damit wesentlich kleiner und von weniger Individuen bewohnt als die der anderen Arten, aber diese hier schienen doch ein wenig zu mickern. Sicherlich haben den wärmeliebenden Feldwespen der kühle Mai und Juni zugesetzt.

Typischerweise ohne Außenhülle: Feldwespen-Nest / Foto: F. Hornig

Zwei Feldwespen-Nester dich nebeneinander / Foto: F. Hornig
Ein Foto von “trinkenden” Feldwespen, die auf der Wasseroberfläche “stehen” oder “schwimmen”, gelang mir 2007 in Italien. Dieses “Trinken” ist allerdings fast immer ein Transportieren von Wasser zum Nest, um dort durch Verdunstungskälte die Temperatur zu regulieren.

Die Feldwespen sitzen beim Trinken auf der Wasseroberfläche (Torre Alfina, 2007) / Foto: F. Hornig
Weitere Infos zur Feldwespe findet ihr hier:
http://www.vespa-crabro.de/feldwespen.htm