Säuberung der Hornissenkästen

So langsam rücken auch die Hornissen ins Blickfeld. Nicht, dass die Königinnen schon fliegen, aber wir kontrollieren und reinigen natürlich so langsam die Kästen, um auf einen plötzlichen Wärmeeinbruch vorbereitet zu sein. Normalerweise geht die Hornissensaison aber nicht vor der ersten Maihälfte los. Im letzten Jahr jedoch hatten wir schon Nestgründungen im April!

Bei diesen Kastenkontrollen zeigt sich dann anhand der Belegung der Kästen, ob die vorherige Saison ein starkes oder eher schwaches “Hornissenjahr” war. Natürlich bekommt man das in der laufenden Saison auch schon mit, nicht zuletzt durch die Zahl der Beratungen oder auch der Internetkontakte zu Ratsuchenden oder Hornissengruppen in anderen Regionen. Letztes Jahr war zum Beispiel sowohl bei uns als auch überregional ein eher schwaches Hornissenjahr.

Trotzdem finden sich in einzelnen Kästen durchaus passable bis kapitale Hornissennester, die auf ein zahlreiches Volk und demnach viele Geschlechtstiere schließen lassen. Es finden sich aber auch immer wieder Kuriositäten, Doppelbelegungen, etc.

Hier zwei Beispiele aus den bisherigen Kontrollen:
Ein kapitales Nest, dessen Wachstum selbst nach einer Umsiedlung aus einem Rolladenkasten nur durch das Volumen des Kastens begrenzt wurde. Mehr ging einfach nicht in diesem Nistkasten. Die Umsiedlung hat dieses Volk kaum gebremst.

Kapitales Nest trotz Umsiedlung aus einem Rollladenkasten / Foto: Martin Steinmann

In einem anderen Kasten hatte sich ein Bienenschwarm einquartiert, der aber leider den Winter nicht überlebt hat. Bienenvölkern gelingt es ohne imkerliche Hilfe inzwischen kaum noch, über den Winter zu kommen. Die schwierige Trachtsituation und Parasiten machen es den Tieren sehr schwer. Hinzu kommt, dass die beiden häufigsten Honigbienenarten, die von Imkern gehalten werden und deren Schwärme sich immer mal wieder verselbstständigen, vielleicht nicht ganz geeignet sind, um in unseren Breiten allein klarzukommen. Eine Alternative könnte da die “Nordbiene” sein. Sie scheint besser an die klimatischen Verhältnisse nördlich der Alpen angepasst zu sein. Aber die Artendiskussion ist unter Imkern ein heißes Eisen.

Der Bienenschwarm hat den Winter im Hornissenkasten leider nicht überlebt. / Foto: M. Steinmann

Kurzer Frühling sorgt für Probleme bei Bienen und Hummeln

Der explosionsartige Frühling, der nach einem verspäteten Einsetzen jetzt seiner Zeit voraus ist, könnte nach eine Phase der Blütenfülle (z.B. Schlehe und Apfel z.T. gleichzeitig!), zu einem mageren Blütenangebot führen.

Siehe NABU Presse-Mitteilung:
http://www.nabu.de/modules/presseservice/index.php?popup=true&db=presseservice&show=1389

Aber Schwankungen in der Natur gab es natürlich schon immer. Viel problematischer sind immer noch Gärten, die nur aus Rasen, Nadelbäumen und gefüllten Rosen bestehen. Wo nichts oder nur wenig blüht, gibt es für Hummeln und Bienen große Probleme.

Ein schönes Gegenbeispiel: Blumenstadt Mössingen
http://www.blumenstadt.eu/galerie/galerie.1.html

Schön und ökologisch wertvoll: Blumenmischung / Foto: Stadt Mössingen

Schön und ökologisch wertvoll: Blumenmischung / Foto: Stadt Mössingen

Der Patenhonig ist da :-)

Das ging ja fix!

Der “Patenhonig” für meine Patenschaft über ein Bienenvolk der Aktion BeeGood ist heute schon eingetroffen. Nett gestaltet, schmackhaft und eine gute Sache.

Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig

Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig


Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig

Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig


Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig

Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig

Dazu gab’s noch Infos und ein Exemplar der Zeitschrift Biene, Mensch, Natur.

Spät dran …

Dieses Jahr ist alles spät dran.

Nicht nur ich mit vielen Dingen, die ich schon längst erledigt haben wollte (Schreibtisch :-( ), sondern vor allem auch die Natur. Die Hummelköniginnen sind später erschienen, aber auch die Pflanzen und speziell deren Blütenstände hinken gewaltig hinterher – auch wenn sich momentan in der Entwicklung viel tut.

Um das Blütenangebot in unserem Garten weiter zu erhöhen, habe ich eine Blutjohannisbeere gepflanzt, die sehr früh blüht. Gerade bei den frühen Blühern ist es mir noch etwas zu dünn in unserem Garten. Wenn erstmal die Obstbäume loslegen, geht es hingegen Schlag auf Schlag.

Die Blutjohannisbeere bietet gerade den Hummelköniginnen in der Frühphase der Nestgründung etwas. Die kleinen, viele Tausende zählende Gundermannblüten, die sonst zu dieser Zeit schon zwischen unserem Gras blühen, sind nämlich noch nicht ganz soweit.

Frühe Blüherin: Blutjohannisbeere / Foto: F. Hornig

Frühe Blüherin: Blutjohannisbeere / Foto: F. Hornig

Um weitere Blühpflanzen zu vermehren, habe ich einige Beinwellwurzel geteilt und neu eingepflanzt. Der Beinwell lässt sich durch Wurzelteilung gut vermehren.

Kleine Beinwellpflanzen aus geteilten Wurzeln / Foto: F. Hornig

Kleine Beinwellpflanzen aus geteilten Wurzeln / Foto: F. Hornig

Klein, aber einfach schön: Küchenschelle auf unserer Terasse.

Küchenschelle / F. Hornig

Küchenschelle / F. Hornig

Nummer 3 lebt (und sticht)

Die Völker vor der Durchsicht / Foto: F. Hornig

Die Völker vor der Durchsicht / Foto: F. Hornig

Langeweile kam heute nicht auf. Habe einem Bekannten bei der Durchsicht seiner drei Völker geholfen. Zwei Völker waren recht stark – und ruhig. Das dritte war etwas schwächer, aber lebhafter.
 
Ich hab auch ein kleines Video gemacht:

Wildbau und verkittete Rähmchen / Foto: F. Hornig

Wildbau und verkittete Rähmchen / Foto: F. Hornig

Wabe mit offener Brut / Foto: F. Hornig

Wabe mit offener Brut / Foto: F. Hornig

Bei der ersten Frühjahrsdurchsicht, wenn die Rähmchen alle noch ziemlich verkittet sind, ruckelt’s halt manchmal ein wenig im Stock. Natürlich haben wir das schon recht vorsichtig gemacht und die ersten beiden Völker haben sich auch ruhig verhalten, aber das dritte hat mächtig Ramba Zamba gemacht. Je nach Temperament eben … :-)

Da ging es nicht ohne Stiche ab. Nun hatte ich auch nicht von Beginn an meine Imker-Jacke an und habe einen Stich in die Stirn bekommen und einen in die Hand – der Kollege ein paar Stiche in die Knöchel.
Merke: keine Hochwasserhosen tragen! ;-)

Leider hat es dann auch noch ein paar harmnlose Spaziergänger jenseits des Zaunes erwischt :-( , die nicht so schnell waren wie ihre Hunde. Der Kollege hat sich nicht den günstigsten Standort auf dem Gelände für die Bienen ausgewählt. Liegt allerdings nicht im Ort, sondern in der Feldmark, das muss man dazu sagen.

Naja, hört sich jetzt wilder an, als es war. :-)

Morgens um halb zehn in Deutschland …

… bin ich ja normalerweise bei der Arbeit.

Momentan ist aber alles anders und deswegen kann ich schon vormittags in der Gegend rumlaufen oder im Garten werkeln oder gar Anrufe besorgter Bürger auf dem Hornissen-Handy entgegennehmen, die nicht wissen, was sie mit ersten Wildbienen anfangen sollen, die in ihrem Garten auftauchen. Langweilig ist’s eigentlich nie.

Im Notfall kann ich immer noch was am Schreibtisch machen :-(

Exakt um halb zehn heute früh war ich also an einem kleinen Bienenstand in der Nähe. Zwei der drei Völker waren trotz der noch recht niedrigen Temperaturen – allerdings bei Sonnenschein – schon aktiv.

Kleiner Bienenstand / Foto: F. Hornig

Kleiner Bienenstand / Foto: F. Hornig

Danach, mit einem Tee im Garten, habe ich die Keramik-Hummelburg am Komposthaufen noch ein wenig “getarnt”, um die Sonneneinstrahlung (obwohl nur Morgensonne) zu verringern und vielleicht die Selbstbesiedlung zu fördern.

Es suchten nämlich schon ein paar Erdhummelköniginnen am Komposthaufen nach Nistmöglichkeiten. Allerdings schien mir diese Suche noch nicht sehr zielgerichtet zu sein, d.h. die Phase, in der sie quasi in jedes Loch kriechen, scheint noch nicht begonnen zu haben.

Foto: F. Hornig

Foto: F. Hornig

Einfache, naturnahe Bienenhaltung für alle

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ja auch schon ein wenig geimkert, dann allerdings aus Zeitgründen, aber auch weil die Bienen von der Amerikanischen Faulbrut befallen waren, das Ganze wieder aufgegeben. Die Faszination für die Bienenvölker ist aber immer noch lebendig, jedoch hat mich der hohe Aufwand beim Imkern bisher immer wieder abgeschreckt.

Mit Interesse habe ich daher die Berichte einiger Initiativen im Internet gelesen, welche die Imkerei auf einfache Füße stellen wollen, um den Kreis der Hobby-Imker zu erweitern um die Leute, die nicht so sehr an der Honig-Ernte interessiert sind, sondern eher an der Beobachtung der Tiere. Bei dieser Betriebsweise geht es eher um das Wohl der Bienen, um das Interesse an den Völkern, interessante Beobachtungen und hin und wieder ein paar Gläser Honig für den eigenen Bedarf. Aber natürlich nicht zuletzt auch um die Verbreitung der Honigbiene, die Erhaltung ihrer Bestäubungsleistung. Die Honigernte spielt keine oder eine untergeordnete Rolle. Eine Honigschleuder und aufwendige Abfüllanlagen sind daher nicht nötig. Und auch viele andere Tätigkeiten und Materialien – sprich z.T. kostspielige Anschaffungen – fallen weg.

Es gibt nicht nur ein Bienensterben, es gibt auch fast schon ein “Imkersterben”. Das liegt einfach an der Tatsache, dass den Imker der Nachwuchs fehlt. Ein wichtiger Grund dafür liegt sicher auch im relativ hohen Aufwand, der mit der herkömmlichen Imkerei verbunden ist.

Viele Naturinteressierte hätten schon Lust, sich ein oder zwei Bienenvölker im Garten zu halten, scheuen aber die Mühe und den Materialaufwand, den dies kostet. In letzter Zeit gibt es daher immer mehr Initiativen und Anregungen, die es Laien einfacher, billiger und weniger zeitintensiv machen sollen, sich selber ein oder zwei Beobachtungsvölker im Garten zu halten. Hier spielt die Honigproduktion keine oder kaum eine Rolle. Wenn, dann höchstens zur eigenen Nutzung.

Im Vordergrund all dieser Vorschläge und Anregungen zu einer “Simplify-Imkerei” stehen folgende Kriterien:

  • einfache und billige Ausrüstung 
  • überschaubarer Arbeitsaufwand
  • wesensgemäße Haltung der Bienen:
    (Das bedeutet, den Bienen zu ermöglichen, ihr Leben weitgehend selbst, ihren Veranlagungen entsprechend zu gestalten.)
  • Überwinterung auf eigenem Honig (keine Zuckerfütterung)

 Bei fast allen dieser Betriebsweisen wird auf Naturbau gesetzt, d.h. es wird ohne Mittelwände und meistens sogar ohne Rähmchen geimkert. Das spart wieder viel Arbeit und Material. Natürlich kann man damit keine Wanderimkerei betreiben oder große Mengen an Honig ernten, aber das ist wie gesagt auch gar nicht der Sinn der Sache.

Ein Bienenstand muss also nicht unbedingt so aussehen:

üblicher Bienenstand

Bienenstand / Foto: Imkerverein Goeppingen

 Er kann auch so aussehen:

sogenannte Top-Bar-Hive

Top-Bar-Hive / Foto: Guido Froelich

 
Oder gar so:

sogenannte "Bienenkiste"

"Bienenkiste" / Foto: E. M. Klein

 Sowohl bei der “Bienenkiste” als auch bei der “Top-Bar-Hive” besteht das Prinzip – simpel gesagt – darin, den Bienen im Sommer möglichst ihre Ruhe und im Winter alles oder viel von ihrem eigenen Honig als Wintervorrat zu lassen. Was man erntet, wird ganz einfach ohne Schleuder verarbeitet.

Das geht dann z.B. so (Foto: Bernhard Heuvel):

einfach Pressen

 

Ausführliche Informationen zur einfachen Bienenhaltung findet ihr hier:

 Hobbyimkern mit der TBH

Imkern mit der Bienenkiste

Einfache Bienenhaltung für alle

Viel Spaß und anregende Lektüre!

Bienen als Schädlingsbekämpfer?

Eigentlich wollte ich ein paar Hornissenkästen in der Nähe kontrollieren und säubern, aber der Regen heute hat meine Motivation spürbar gedämpft. Das wird nun wohl bis zum Wochenende warten müssen.

Stattdessen bin ich mal wieder zur beegroup nach Würzburg gesurft. Sie ist eine der innovativsten und rührigsten Bienenforschungsgruppen in Deutschland. Prof. Tautz und seine Leute erforschen mit modernsten Mitteln alles rund um die Honigbiene. Über wissenschftliche Arbeiten hinaus entstehen so populärwissenschftliche Bücher, Filme etc.

beegroup der Uni Würzburg

beegroup der Uni Würzburg

Eine der letzten Erkenntnisse geht dahin, dass Bienen bei der Schädlingsbekämpfung eine Rolle spielen können. Das hört sich natürlich erstmal merkwürdig an. Viele Menschen – leider nicht alle – wissen zwar, dass unsere staatenbildenden Wespenarten sich von anderen Insekten z.B. auch von Raupen ernähren und uns somit nicht nur ärgern, wenn wir mal im Freibad ein Eis essen, sondern eben auch eine eminent wichtige Rolle im Haushalt der Natur spielen und auch sogenannte “Schädlinge” vernichten. Auch Hornissen verputzen im Übrigen jede Menge Raupen und sorgen im Wald dafür, dass sogenannte “Forstschädlinge” nicht Überhand nehmen.

Das alles ist also nicht erstaunlich. Wespen und Hornissen ernähren ihre Larven mit Eiweiß in Form erbeuteter Insekten. Honigbienen jedoch versorgen ihre Larven mit Eiweiß in Form von Pollen. Sie erbeuten keine anderen Insekten. Wie sollten sie also z.B. Raupen in Schach halten?

Die Antwort ist einfach: Raupen können nicht zwischen Bienen und Wespen unterscheiden. Was sich anhört wie ein Kalauer, trifft dennoch zu. Raupen nehmen die Schwingung der Flügel der Wespen beim Flug wahr. Tun sie dies rechtzeitig, haben sie eine Chance zu entkommen, indem sie sich z.B. fallen lassen oder sich ruhig verhalten. In Stress geraten sie jedoch immer. Und das schlägt sich auch auf ihr Fressverhalten nieder, das deutlich geringer ausfällt. Steht nun zum Beispiel ein Bienenvolk in der Nähe eines Obstbaumes und dieser wird intensiv beflogen (Wildbienen oder Hummeln wären auch möglich), dann geht die Fraßschädigung an der Pflanze deutlich zurück. Dazu ein ausführlicherer Artikel in der “Zeit“.

Weitere interessante Artikel und Videos der beegroup in den Medien.

So hatte der heutige Regen doch noch etwas Gutes!

Frühlingsgefühle – Artenschutz versus Umweltschutz?

Eigentlich warten wir ja alle auf schönes Frühlingswetter, um endlich draußen das Erwachen der Natur beobachten zu können. Wer genau hinsieht, entdeckt natürlich auch jetzt schon einiges. Frühblüher oder erste Knospen an Sträuchern und Büschen, auch eine Hummelkönigin habe ich schon gesehen. Aber das passende Wetter für eine richtige Initialzündung Richtung Frühling mag sich noch nicht einstellen.

Also surft man ersatzweise durchs Netz und sucht den Frühling dort. Im Kaiserstuhl ist der Frühling aufgrund des milderen Klimas meist etwas früher dran. Dieses günstige Klima und die vielfältig strukturierte Landschaft dort haben eine hohe Artenvielfalt zur Folge. Die Homepage von Gabi Krumm zeigt vieles davon. Zum Beispiel eine sehr eindruckvolle Fotoseite unterschiedlicher sozialer und solitärer Wespenarten. Es ist wirklich schön, dass das World Wide Web Naturfreunden die Möglichkeit bietet ihre Beobachtungen mit anderen zu teilen.

Bienenwolf mit Beute - Foto: Gabi Krumm

Bienenwolf mit Beute - Foto: Gabi Krumm

Worauf man auch hin und wieder stößt, ist der paradoxe Streit zwischen polarisierten Fraktionen von „Artenschützern“ und „Umweltschützern“. Den „Artenschützern“ wird dabei vorgeworfen nur ihr kleines Mosaiksteinchen (z.B. Schmetterlinge) im Auge zu haben und die globale Ebene nicht genügend zu berücksichtigen. Den „Umweltschützern“ wird vorgeworfen in erster Linie politisch interessiert zu sein und mit Natur nicht viel am Hute zu haben.

Mir scheinen diese Grabenkämpfe nutzlos und die Vorwürfe in der Regel nicht zutreffend zu sein. Ich möchte das am Thema Bienen verdeutlichen. Wer sich mit Bienen und der Imkerei näher beschäftigt, dem fällt sehr schnell auf, dass es nicht genügt, seine Völker zu versorgen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Das Bienensterben in den USA und auch in Deutschland zeigen, dass übergeordnete Probleme sehr stark in die Völker eingreifen.

Auch Gentechnik spielt dort hinein. Wenn Imker ihren Honig in die Müllverbrennungsanlage bringen müssen, weil er Pollen von Gen-Mais enthält, dann hat das auch und unmittelbar eine politische und wirtschaftliche Dimension. Wenn Hummeln und Bienen zu wenig Blühpflanzen finden, dann lässt sich das nicht von Landwirtschaft und Umwelterziehung oder billigen Angeboten nicht-heimischer Pflanzen in Baumärkten trennen.

Jeder Artenschützer, der tief genug blickt, ist gezwungen, über seinen Tellerrand hinaus zu schauen. Nicht zufällig befinden sich unter den Gegner der Gentechnik in der Landwirtschaft in zunehmenden Maße Imker. Dabei spielt der Monsanto-Konzern eine ebenso problematische Rolle, wie bei der Geschichte um das Herbizid RoundUp. Bei Youtube oder Google-Video finden Interessierte eine sehr ausführliche Arte-Dokumentation (1.49 h) zu diesem Thema.

Zum Abschluss noch ein kleines Video, das zeigt – wenn auch überspitzt, karikierend und sehr gerafft, aber mit einem wahren Kern – , dass Globalisierung auch bedeutet, dass keine Handlung ohne Folgen bleibt:

Trotzdem, schönen Sonntag noch!