Eine Beratung vor Ort führte heute dazu, dass ein Wespennest (wahrscheinlich Sächsische Wespe) am ursprünglichen Ort, an der Dachtraufe, bleiben konnte.
Das Nest hängt hoch genug und auch noch über einer Garage, d.h. vom direkten „Publikumsverkehr“ getrennt.

Wespennest (wahrscheinlich D. Saxonica) an der Dachtraufe / F. Hornig
Da die Sächsische Wespe – wie alle Freinister – nicht an Süßigkeiten interessiert ist, können die Gartenbesitzer trotzdem unbehelligt draußen an der Kaffeetafel sitzen.
Mitte September – nach dem Abflug der Jungköniginnen – wird das Volk dann ohnehin absterben. Das Nest wird auch im Folgejahr nicht wieder bezogen werden.
Merke: Alle Wespen, die frei hängend nisten, deren Nester also direkt sichtbar sind, interessieren sich kaum für süße Speisen und werden daher nicht an der Kaffeetafel lästig.
Weitere infos:
Häufige Fragen zu Wespen
Beide Völker sind weiter auf Wachstumskurs.
Den deutlichsten Zugewinn bei der Nestgröße hat in den letzten Tagen die Mittlere Wespe (Dolichovespula media) gehabt.

Auch aus dieser Perspektive wird deutlich, dass das Nest der Mittleren Wespe deutlich an Umfang zugenommen hat. / Foto: F. Hornig

27.06.09: Deutliches Wachstum des Nestes in den letzten Tagen. / Foto: F. Hornig
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Bei der Sächsischen Wespe hingegen zeigt sich vor allem eine deutliche Zunahme der Flugbewegungen:
27.06.09
16.05 – 16.15 Uhr, bewölkt, leichter Wind, 18°C = 231 Flugbewegungen.
Aber auch das Nest ist natürlich gewachsen:

27.06.09: Nest der Sächsischen Wespe / Foto: F. Hornig

27.06.09: Nest der Sächsischen Wespe (2)
Forumsmitglied Christian hat neue Fotos seiner Hornissenkönigin im Rollladenkasten veröffentlicht. Das Volk hat zwar noch keine Arbeiterinnen, aber Nest, Brut und Königin machen einen guten Eindruck. Wie die weitere Entwicklung verlaufen wird, hängt stark vom Wetter in den nächsten Wochen ab.

Eindrucksvolle Hornissenkönigin / Foto: Christian Haas
Es geht weiter voran. Die Zahl der Arbeiterinnen hat weiterhin zugenommen und das Nest wurde weiter ausgebaut – in erster Linie nach unten, aber auch ein wenig im Umfang.

Nest der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica) am 25.06.09 / Foto: F. Hornig

Das Nest ist insbesondere nach unten erweitert worden. / Foto: F. Hornig

Betrieb auf der Außenhülle: Arbeiterinnen der Sächsischen Wespe / Foto: F. Hornig
Forenmitglied Marco hat diese Saison ein Volk der Gemeinen Wespe, auch Gewöhnliche Wespe genannt, in seinem Hummelkasten. Das Volk ist vital und wächst kontinuierlich. Obwohl die Gewöhnliche Wespe (Paravespula vulgaris) manchmal im späteren Saisonverlauf an der Kaffeetafel lästig werden kann, hat sich Marco dazu entschieden, den Wespen Asyl zu gewähren und sie zu beobachten.
Sein Foto zeigt noch einmal genau, dass es sich um Paravespula vulgaris handelt.

Kein Zweifel, die Mieter gehören zu Paravespula vulgaris. / Foto: Marco
Das Nest, zu dem ich heute gerufen wurde, hat noch keine Arbeiterinnen.
In diesem Jahr wirkt es damit gegen die Nester, die schon im April gegründet wurden, winzig. In anderen Jahren hingegen waren viele Nester auch nicht weiter.
Wahrscheinlich muss es umgesiedelt werden, aber dafür ist es jetzt noch zu früh. Mit ca. 10 – 15 Arbeiterinnen, wenn die Königin nicht mehr ausfliegt, sind die Chancen für eine eine erfolgreiche Umsiedlung sehr viel größer. Die Umsiedlung einer einzelnen Königin scheitert hingegen sehr oft.

Einige Zellen sind immerhin schon verdeckelt. / Foto: F. Hornig

Die Hornissenkönigin blickt die Kamera argwöhnisch an. / Foto: F. Hornig
Erstmal aktuelle Bilder von „meinen“ Völkern (Sächsische Wespe und Mittlere Wespe):

21.06.09: Weiterhin rege - das Volk der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica) / Foto: F. Hornig

21.06.09: Nest der Mittleren Wespe (Dolichovespula media) / Foto: F. Hornig

Blick von unten: Nest der Mittleren Wespe am 21.06.09 / Foto: F. Hornig
Dann wurde ich heute noch zu zwei kleinen Feldwespen-Nestern gerufen, beide dicht nebeneinander und recht klein. Natürlich werden Feldwespen-Nester nur ungefähr faustgroß und bleiben damit wesentlich kleiner und von weniger Individuen bewohnt als die der anderen Arten, aber diese hier schienen doch ein wenig zu mickern. Sicherlich haben den wärmeliebenden Feldwespen der kühle Mai und Juni zugesetzt.

Typischerweise ohne Außenhülle: Feldwespen-Nest / Foto: F. Hornig

Zwei Feldwespen-Nester dich nebeneinander / Foto: F. Hornig
Ein Foto von „trinkenden“ Feldwespen, die auf der Wasseroberfläche „stehen“ oder „schwimmen“, gelang mir 2007 in Italien. Dieses „Trinken“ ist allerdings fast immer ein Transportieren von Wasser zum Nest, um dort durch Verdunstungskälte die Temperatur zu regulieren.

Die Feldwespen sitzen beim Trinken auf der Wasseroberfläche (Torre Alfina, 2007) / Foto: F. Hornig
Weitere Infos zur Feldwespe findet ihr hier:
http://www.vespa-crabro.de/feldwespen.htm
Foren-Leser Hans Bugert hat uns die neuesten Bilder gemailt.
Das Hornissenvolk hat schon am 15.06.09 die vierte Etage begonnen: rekordverdächtig! Da bin ich natürlich schon ein wenig neidisch.
Ich werde dieses Jahr ja auf Hornissen verzichten. Freiwillig sind keine gekommen und eine Umsiedlung direkt in die Nähe der Mittleren Wespe möchte ich nicht machen, da ich keine Nestplünderungen riskieren möchte. Und das, obwohl mir eine Arbeiterin der Mittleren gestern einen schönen Stich auf die Stirn verpasst hat. ![]()
Ich hatte allerdings auch nicht aufgepasst und das Nest erschüttert – natürlich ohne Schutzkleidung. Sofort stürzten ein Dutzend oder mehr Arbeiterinnen aus dem Flugloch. Das ging immer noch ohne Stich ab. Ich hatte mich inzwischen zügig aus dem engeren Nestberich entfernt, war dann aber doch neugierig, wieviele Arbeiterinen wohl wie lange dort auf der Außenhülle abwarten würden. Ich näherte mich also und versuchte in den offenen Kasten zu blicken. Blitzschnell schoss eine Arbeiterin auf mich zu und verpasste mir einen Denkzettel auf die Stirn.
Wie sagten die Leute früher: Sowas kommt von sowas her
Das war also mein erster Wespenstich der Saison 2009. Eine Honigbiene hatte die Saison ja schon im März/April eingeläutet – auch auf der Stirn
Nun aber zu den Bilder von Hans Bugert. Er hat neulich auch ein Volk der Sächsischen Wespe erfolgreich umgesiedelt. Es gibt also Fotos des Hornissennestes und vom Nest der Sächsischen Wespe, das er aus einem Pferdestall umgesiedelt hat:

Hornissen: Am 15.06. wurde die vierte Etage begonnen! / Foto: Hans Bugert

08.06.09: Nest der Saxonica, das aus einem Pferdestall umgesiedelt wurde. Deutlich sichtbar ein Befestigungsbügel. / Foto: Hans Bugert

18.06.09: Der Befestigungsbügel wurde inzwischen total eingebaut. / Foto: Hans Bugert
Flugbewegungen, Sächsische Wespe (Dolichovespula media):
19.06.09, 05.40 – 05.50 Uhr, Nieselregen, 13°C = 158 Flugbewegungen
Aktuelles Bild (Sächsische Wespe):

Nest der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica), 19.06.09 / Foto: F. Hornig
Aktuelle Bilder (Mittlere Wespe):

Nest der Mittleren Wespe (Dolichovespula media), 19.06.09 / Foto: F. Hornig

Nest der Mittleren Wespe (Dolichovespula media), 19.06.09 / Foto: F. Hornig
Vorweg die heutigen Flugbewegungen:
Sächsische Wespe:
18.06.09, 07.20 – 07.30 Uhr, bewölkt, 18°C = 138 Flugbewegungen
Mittlere Wespe:
18.06.09, 17.50 – 18.00 Uhr, Sonne, 19°C = 28 Flugbewegungen
Aufgrund der erhöhten Aktivität der Sächsischen Wespe und den daraus folgenden „Staus“ am Flugloch – die Flüge verteilen sich ja nicht immer schön statistisch regelmäßig, sondern kommen manchmal geballt – habe ich die Fluglochverengung heute aufgehoben. Ich habe seit längerem keine Hornisse(nkönigin) mehr in der Nähe der Kästen gesehen und das Volk ist hoffentlich inzwischen kopfstark und wehrhaft genug, um im Fall der Fälle damit klarzukommen. Das Media-Volk müsste es ja auch.
Hier noch ein paar Bilder:

Das Flugloch der Sächsischen Wespe wurde erweitert. / Foto: F. Hornig

"Erhöhtes Flugaufkommen"
/ Foto: F. Hornig

Saxonica-Arbeiterinnen am Flugloch / Foto: F. Hornig
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Die „Konkurrenz“, das Volk der Mittleren Wespe, lässt es weiterhin wesentlich ruhiger angehen, was die Flugbewegungen betrifft. Aber die Individuenzahl ist natürlich auch viel geringer. Trotzdem werden fleißig Kohlenhydrate aufgenommen, Beute eingetragen und es wird gebaut:

D. Media: Futterteig (Kohlenhydrate) wird als "Flugbenzin" und zum Wärmen der Brut benötigt. / Foto: F. Hornig

"Zimmer mit Aussicht"
- Das Nest des Media-Volkes ist jetzt auch schon von außen zu erkennen. / Foto: F. Hornig