Erste Larve verpuppt sich

Ein Blick in den Kasten heute zeigt ein gutes Wachstum der Larven. Die erste Larve hat sich bereits eingesponnen und ist dabei, sich zu verpuppen. In ca. zwei Wochen ist also mit der ersten Arbeiterin zu rechnen, wenn alles gut geht.

Die Larven haben sich gut entwickelt. Die erste hat sich bereits eingesponnen und verpuppt sich. / Foto: F. Hornig

Erste Steinhummelarbeiterinnen an der Klappe – Video

Gestern Nachmittag und heute Vormittag konnte ich erste Steinhummelarbeiterinnen beobachten, die aus dem Nistkasten kamen. Sie hatten noch etwas Schwierigkeiten mit der Wachsmottenklappe, daher habe ich diese wieder einen kleinen Spalt geöffnet. Bis morgen werden sie sich daran gewöhnt haben.

Dazu ein kleines Video:

Steinhummelkönigin meistert geschlossene Klappe

Die Steinhummelkönigin meistert inzwischen auch die vollständig geschlossenen Klappe.
Kuckuckshummeln und Wachsmotten sollten hingegen Schwierigkeiten mit der Klappe haben. Den Kuckuckshummeln fehlt das Know-How, da sie nicht trainiert wurden, die Wachsmotten sind ohnehin zu schwach, um die Klappe zu heben.

Die Steinhummelkönigin setzt am richtigen Punkt an, um die Klappe zu öffnen. Kuckuckshummeln gelingt dies in der Regel nicht. / Foto: F. Hornig

Hornissenkönigin: Big Mama zieht ein

Klasse!
Eine Hornissenkönigin hat einen meiner Kästen im Garten als Nistort ausgewählt. :-)
Leider nicht den speziellen Hornissenkasten, der auch extra mit altem Nistmaterial bestückt war, um eine Ansiedlung zu erleichtern, sondern eine umgebaute ehemalige Bienenbeute aus Holz, die auch schon mal als Hummelnistkasten gedient hat. Naja, in diesem Kasten lässt es sich zwar schwieriger beobachten, dafür bietet er aber massig Platz.

Ich konnte die Königin heute schon mehrfach beim Einfliegen in den Kasten beobachten. Da in den nächsten Tagen eine Kaltfront droht, habe ich die Hornisse sofort an die Zufütterung von Bienenfutterteig gewöhnt. Das könnte in den nächsten Tagen wichtig werden. Die Abbrecherquote speziell bei widrigen Bedingungen liegt ja bei mehr als 80 %.

Hier noch drei Fotos:

Diese ehemalige Bienenbeute hat der Königin am besten gefallen. / Foto: F. Hornig

"Big Mama" beim Einflug. / Foto: F. Hornig

Die Hornissenkönigin nimmt den Bienenfutterteig gerne an. / Foto: F. Hornig

Ansiedlung einer Steinhummel geglückt

Aus Zeitmangel hatte ich dieses Jahr eigentlich beschlossen, keine Hummelnistkästen aufzubauen und mich ganz auf die Hornissen und Wespen zu konzentrieren. Inspiriert vom guten Wetter habe ich gestern dann doch noch den Versuch gemacht, eine Steinhummelkönigin anzusiedeln. Sie zeigte 30 Minuten nach dem Einsetzen einen schönen Orientierungsflug.

Heute nun konnte ich sie kurz beim Einflug in den Kasten filmen.
Die Ansiedlung scheint geglückt! Drücken wir ihr die Daumen! :-)

Bed and Breakfast …

Was soll man schon machen, wenn man das schöne Frühlingswetter nutzen, dem Schreibtisch entfliehen und die Wildnis spüren möchte?
Tief in die Wälder vordingen und Hornissenkästen aufhängen, was sonst. Auch gestern haben wir also wieder alte Kästen kontrolliert und neue aufgehängt. Glücklicherweise sind die Zecken noch nicht so aktiv, im Gegensatz zu einigen Ornithologen, die uns begegnet sind.

Insgesamt ist die Anzahl unserer Kästen noch einmal deutlich gestiegen. Allein in einem Radius von 2km um meinen Wohnort hängen 13 Kästen. Und so warten wir nun auf gutes Wetter im Mai und Juni, der Zeit, in der die Königinnen die Nester gründen und beim Aufbau eines Hornissenstaates ganz auf sich allein gestellt sind, bevor nach frühestens 6 Wochen Arbeiterinnen schlüpfen. In dieser schwierigen Phase liegt die Zahl der gescheiterten Nestgründungen bei über 80%. Heikle Wetterbedingungen d.h. lange Schlechtwetterphasen in diesem Zeitraum bedeuten fast immer ein “schlechtes” Hornissenjahr. Wir freuen uns natürlich auch über artverwandte Nutzung des Kastens in Form von Nestern der Sächsischen Wespe oder der Waldwespe. :-)
Oft sind das auch die Erstmieter, werden dann aber häufig von den Hornissen verdrängt. Bed and Breakfast sozusagen. ;-)

Und noch einer …

Und noch ein neuer Hornissenkasten. Am Ostrand eines Waldes gelegen, davor offene Fläche mit kleinen Tümpeln, Wildwuchs, Totholz etc. Windgeschützte Lage, Morgensonne: einfach ideal. / Foto: F. Hornig

Weitere Hornissenkästen aufgehängt

Das Wetter heute war gut. Noch zu kalt für Hornissen- oder Wespenköniginnen, aber gut genug, um ein paar Kästen aufzuhängen, damit zu Beginn der Saison Ende April/Anfang Mai, je nach Temperatur, genug Nistmöglichkeiten vorhanden sind. Das Problem für Hornissen besteht ja darin, dass in vielen Regionen zu wenig hohle Bäume als Nistmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Da ein Hornissennest Außmaße von ca. 40 x 70 cm erreichen kann, muss ein hohler Baum auch einen entsprechenden Umfang haben. Solche natürlichen Nistorte gibt es leider nicht in ausreichender Zahl.

Also heute mal nicht die üblichen Karfreitags-Sandalenfilme angesehen, sondern stattdessen zwei neue Hornissenkästen (Holzbeton, Firma Strobel) aufgehängt. Beide an Eichen, am Waldrand gelegen. Um die Bäume nicht zu schädigen, verwenden wir Alu-Nägel und die Drahtschlingen zur Sicherung gegen Wind werden durch alte Schläuche gezogen.

Foto: M. Goehl

Foto: M. Goehl

Erste Kastenkontrolle und -reinigung

Gestern habe ich die ersten drei Kästen nach der vergangenen Saison kontrolliert und gereinigt. Ergebnis: Alle drei waren letztes Jahr belegt, allerdings recht unterschiedlich.
In einem befand sich ein Hornissennest mit 8 Etagen. Es scheint sich dabei um eine Filiale zu handeln, da nur die beiden ersten Etagen mit kleineren Zellen für Arbeiterinnen bestückt waren, die 6 weiteren Etagen enthielten Großzellen für Geschlechtstiere. Ein weiterer Hinweis auf eine Filiale besteht darin, dass sich zu Beginn der Saison längere Zeit noch ein Wespennest (Dolichovespula saxonica) im Kasten befand. Diese hatte ich noch eine Zeit lang beobachten können, bevor – relativ spät und plötzlich – Hornissen im Kasten waren. Überreste des Wespennestes habe ich nicht gefunden.

Gut entwickelte Filiale mit 8 Wabenetagen, 6 davon mit Großzellen für Geschlechtstiere. / Foto: F. Hornig

Der zweite kontrollierte Kasten beherbergte ein Nest der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica).
Auch dieses war relativ gut entwickelt und dürfte eine ausreichende Zahl von Geschlechtstieren hervorgebracht haben.

Nest der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica) im zweiten Hornissenkasten. / Foto: F. Hornig

Im dritten Kasten fand sich ein Ansatz eines Hornissennestes, den die Königin allerdings sehr früh abgebrochen hatte.

Mal sehen, wie es weitergeht …

Deutsche Wespe: Konkurrentinnen unerwünscht

Die Königin der Deutschen Wespe (Paravespula germanica bzw. Vespula germanica) hat weitere Schichten der Außenhülle ergänzt und das Flugloch verkleinert. Beides dient natürlich der besseren Klimatisierung des Nestes. Gerade jetzt, wo die Temperaturen gefallen sind, eine wichtige Maßnahme. Die Verkleinerung des Fluglochs hat noch den nützlichen Nebeneffekt, dass das Nest besser gegen Konkurrentinnen verteidigt werden kann. In unmittelbarer Nachbarschaft des Nestes hat z.B. gestern eine andere Wespenkönigin, der ein Fühler fast vollständig fehlt, den Hornissenkasten mit Nestresten inspiziert und mehrfach angeflogen. Der beschädigte Fühler könnte auf einen Revierkampf oder eine gescheiterte Übernahme eines Nestes hindeuten. Man sieht, es gibt durchaus Konkurrentinnen in der Nähe, mit denen es zu Auseinandersetzungen kommen könnte.

Hier ein paar aktuelle Fotos:

Die Außenhülle ist um weitere Schichten ergänzt worden. Das Flugloch wurde verkleinert. / Foto: F. Hornig

Ohne Kampf kommt hier keine Konkurrentin vorbei. / Foto: F. Hornig

Die Königin "lauert im Schatten" / Foto: F. Hornig

Foto: F. Hornig

Ich hoffe, es geht positiv weiter, damit ich auch diese Art einmal über die ganze Saison aus der Nähe beobachten kann. :-)

Wespenkönigin der Deutschen Wespe (Paravespula germanica) im Hummelkasten

Heute habe ich endlich den ehemaligen Hummelkasten geöffnet und einen Blick ins Innere geworfen. Ich war im Vorfeld sehr gespannt, da es mir vorher noch nicht gelungen war, die Art der Wespe zu bestimmen. Weder konnte ich das Nest sehen, ohne den Kasten zu öffnen, noch ließ mir die Königin genug Zeit, um ihr genauer ins Gesicht zu sehen. Sie flog einfach zu schnell ein und aus. Und auch wenn sie verdünnten Futterteig aufnahm, gelang mir kein Foto, dass zur Artbestimmung tauglich gewesen wäre. Da ich annahm, dass sich das Nest höchstwahrscheinlich am Deckel befand, hatte ich diesen bisher nicht abgenommen, um einen Blick zu riskieren. Immerhin bestand die Möglichkeit, dass das Nest gleichzeitig auch am Rand befestigt war, sodass das Öffnen des Kastens ein gewisses Zerstörungsrisiko bedeutet hätte.

Heute nun öffnete ich trotzdem, weil ein Kontakt zum Rand mit zunehmendem Nestumfang immer wahrscheinlicher wurde und ich vorher nun doch noch einmal unbedingt einen Blick riskieren wollte.

Schon hier erkennt man gut, dass es sich um eine Kurzkopfwespe handelt. / Foto: F. Hornig

Auf dem zweiten Foto erkennt man noch deutlicher, dass es sich um eine Kurzkopfwespe (geringer Abstand zwischen Auge und Mandibeln) und speziell an der Gesichtszeichnung, dass es sich um eine Deutsche Wespe (Paravespula germanica) handelt.

Der Blick ins Gesicht zeigt: Paravespula germanica, die Deutsche Wespe. / Foto: F. Hornig

Hier noch ein Video von der Königin auf dem Nest: