Arte-Doku: Das Geheimnis des Bienensterbens

Tief beeindruckt hat mich gestern eine Dokumentation auf Arte über die neuesten Erkenntnisse zum Bienensterben. Noch immer ist es nicht wirklich geklärt. Viele bekannte Problemfelder (Varoa, Pestizide, Wanderstress speziell in den USA, Viren, Bakterien, intensive Landwirtschaft etc.) wurden genannt. Jedoch haben einige Forscher ein paar neue Impulse bekommen. Verblüffend die Dokumentation der Region, wo viele dieser Problemfelder sich konzentrieren, wo die Verluste zu Beginn am dramatischsten waren, wo viele Fäden zusammenlaufen und sich Muster abzuzeichnen beginnen: die gigantischen Mandelplantagen in Kalifornien. Und man versteht: Kalifornien ist überall …

Noch 6 Tage lang könnt ihr es völlig legal auf den Seiten von ARTE ansehen. Empfehlenswert! Nehmt euch die Zeit:
http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Das-Geheimnis-des-Bienensterbens/3166056,CmC=3171068.html

Säuberung der Hornissenkästen

So langsam rücken auch die Hornissen ins Blickfeld. Nicht, dass die Königinnen schon fliegen, aber wir kontrollieren und reinigen natürlich so langsam die Kästen, um auf einen plötzlichen Wärmeeinbruch vorbereitet zu sein. Normalerweise geht die Hornissensaison aber nicht vor der ersten Maihälfte los. Im letzten Jahr jedoch hatten wir schon Nestgründungen im April!

Bei diesen Kastenkontrollen zeigt sich dann anhand der Belegung der Kästen, ob die vorherige Saison ein starkes oder eher schwaches “Hornissenjahr” war. Natürlich bekommt man das in der laufenden Saison auch schon mit, nicht zuletzt durch die Zahl der Beratungen oder auch der Internetkontakte zu Ratsuchenden oder Hornissengruppen in anderen Regionen. Letztes Jahr war zum Beispiel sowohl bei uns als auch überregional ein eher schwaches Hornissenjahr.

Trotzdem finden sich in einzelnen Kästen durchaus passable bis kapitale Hornissennester, die auf ein zahlreiches Volk und demnach viele Geschlechtstiere schließen lassen. Es finden sich aber auch immer wieder Kuriositäten, Doppelbelegungen, etc.

Hier zwei Beispiele aus den bisherigen Kontrollen:
Ein kapitales Nest, dessen Wachstum selbst nach einer Umsiedlung aus einem Rolladenkasten nur durch das Volumen des Kastens begrenzt wurde. Mehr ging einfach nicht in diesem Nistkasten. Die Umsiedlung hat dieses Volk kaum gebremst.

Kapitales Nest trotz Umsiedlung aus einem Rollladenkasten / Foto: Martin Steinmann

In einem anderen Kasten hatte sich ein Bienenschwarm einquartiert, der aber leider den Winter nicht überlebt hat. Bienenvölkern gelingt es ohne imkerliche Hilfe inzwischen kaum noch, über den Winter zu kommen. Die schwierige Trachtsituation und Parasiten machen es den Tieren sehr schwer. Hinzu kommt, dass die beiden häufigsten Honigbienenarten, die von Imkern gehalten werden und deren Schwärme sich immer mal wieder verselbstständigen, vielleicht nicht ganz geeignet sind, um in unseren Breiten allein klarzukommen. Eine Alternative könnte da die “Nordbiene” sein. Sie scheint besser an die klimatischen Verhältnisse nördlich der Alpen angepasst zu sein. Aber die Artendiskussion ist unter Imkern ein heißes Eisen.

Der Bienenschwarm hat den Winter im Hornissenkasten leider nicht überlebt. / Foto: M. Steinmann

Imkerei – ja oder nein?

Wenn man sich intensiver mit Hummeln und Hornissen beschäftigt, faszinieren einen meistens auch Bienenvölker. Allerdings erwiesen sich meine Versuche mit den Honigbienen und nicht zuletzt auch dem Honig als sehr zeitaufwändig und daher neben meiner Beschäftigung mit Hummeln, Wespen und Hornissen (im Sommer die intensive Beratungs- und Umsiedlungsarbeit) als zu zeitintensiv. Zumindest was die konventionelle Imkerei betrifft. Allein die Vorbereitung der Rähmchen etc. kostet Zeit und Geld.

Da erscheint der vereinfachte Ansatz mit der Bienenkiste doch sehr attraktiv. Da komme ich doch wieder ins Grübeln. Die neue Webseite wirbt noch einmal vehement für das Konzept und bietet neben vielen Informationen auch ein Netzwerk, einen Blog etc.

Seht es euch einfach mal an!

bienenkiste.de
Bienenkistenblog

Kurzer Frühling sorgt für Probleme bei Bienen und Hummeln

Der explosionsartige Frühling, der nach einem verspäteten Einsetzen jetzt seiner Zeit voraus ist, könnte nach eine Phase der Blütenfülle (z.B. Schlehe und Apfel z.T. gleichzeitig!), zu einem mageren Blütenangebot führen.

Siehe NABU Presse-Mitteilung:
http://www.nabu.de/modules/presseservice/index.php?popup=true&db=presseservice&show=1389

Aber Schwankungen in der Natur gab es natürlich schon immer. Viel problematischer sind immer noch Gärten, die nur aus Rasen, Nadelbäumen und gefüllten Rosen bestehen. Wo nichts oder nur wenig blüht, gibt es für Hummeln und Bienen große Probleme.

Ein schönes Gegenbeispiel: Blumenstadt Mössingen
http://www.blumenstadt.eu/galerie/galerie.1.html

Schön und ökologisch wertvoll: Blumenmischung / Foto: Stadt Mössingen

Schön und ökologisch wertvoll: Blumenmischung / Foto: Stadt Mössingen

Der Patenhonig ist da :-)

Das ging ja fix!

Der “Patenhonig” für meine Patenschaft über ein Bienenvolk der Aktion BeeGood ist heute schon eingetroffen. Nett gestaltet, schmackhaft und eine gute Sache.

Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig

Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig


Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig

Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig


Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig

Patenhonig der Aktion BeeGood / Foto: F. Hornig

Dazu gab’s noch Infos und ein Exemplar der Zeitschrift Biene, Mensch, Natur.

Nummer 3 lebt (und sticht)

Die Völker vor der Durchsicht / Foto: F. Hornig

Die Völker vor der Durchsicht / Foto: F. Hornig

Langeweile kam heute nicht auf. Habe einem Bekannten bei der Durchsicht seiner drei Völker geholfen. Zwei Völker waren recht stark – und ruhig. Das dritte war etwas schwächer, aber lebhafter.
 
Ich hab auch ein kleines Video gemacht:

Wildbau und verkittete Rähmchen / Foto: F. Hornig

Wildbau und verkittete Rähmchen / Foto: F. Hornig

Wabe mit offener Brut / Foto: F. Hornig

Wabe mit offener Brut / Foto: F. Hornig

Bei der ersten Frühjahrsdurchsicht, wenn die Rähmchen alle noch ziemlich verkittet sind, ruckelt’s halt manchmal ein wenig im Stock. Natürlich haben wir das schon recht vorsichtig gemacht und die ersten beiden Völker haben sich auch ruhig verhalten, aber das dritte hat mächtig Ramba Zamba gemacht. Je nach Temperament eben … :-)

Da ging es nicht ohne Stiche ab. Nun hatte ich auch nicht von Beginn an meine Imker-Jacke an und habe einen Stich in die Stirn bekommen und einen in die Hand – der Kollege ein paar Stiche in die Knöchel.
Merke: keine Hochwasserhosen tragen! ;-)

Leider hat es dann auch noch ein paar harmnlose Spaziergänger jenseits des Zaunes erwischt :-( , die nicht so schnell waren wie ihre Hunde. Der Kollege hat sich nicht den günstigsten Standort auf dem Gelände für die Bienen ausgewählt. Liegt allerdings nicht im Ort, sondern in der Feldmark, das muss man dazu sagen.

Naja, hört sich jetzt wilder an, als es war. :-)

Morgens um halb zehn in Deutschland …

… bin ich ja normalerweise bei der Arbeit.

Momentan ist aber alles anders und deswegen kann ich schon vormittags in der Gegend rumlaufen oder im Garten werkeln oder gar Anrufe besorgter Bürger auf dem Hornissen-Handy entgegennehmen, die nicht wissen, was sie mit ersten Wildbienen anfangen sollen, die in ihrem Garten auftauchen. Langweilig ist’s eigentlich nie.

Im Notfall kann ich immer noch was am Schreibtisch machen :-(

Exakt um halb zehn heute früh war ich also an einem kleinen Bienenstand in der Nähe. Zwei der drei Völker waren trotz der noch recht niedrigen Temperaturen – allerdings bei Sonnenschein – schon aktiv.

Kleiner Bienenstand / Foto: F. Hornig

Kleiner Bienenstand / Foto: F. Hornig

Danach, mit einem Tee im Garten, habe ich die Keramik-Hummelburg am Komposthaufen noch ein wenig “getarnt”, um die Sonneneinstrahlung (obwohl nur Morgensonne) zu verringern und vielleicht die Selbstbesiedlung zu fördern.

Es suchten nämlich schon ein paar Erdhummelköniginnen am Komposthaufen nach Nistmöglichkeiten. Allerdings schien mir diese Suche noch nicht sehr zielgerichtet zu sein, d.h. die Phase, in der sie quasi in jedes Loch kriechen, scheint noch nicht begonnen zu haben.

Foto: F. Hornig

Foto: F. Hornig