Sächsische Wespe: Die letzten Mohikaner – positiver Abschluss

Ein paar Arbeiterinnen sind noch übrig. Aber selbst als ich heute die Außenhülle entfernt habe, gab es keinen wirklichen Widerstand mehr. In den Zellen zeigten sich sehr wenige noch lebende Larven. Ansonsten ein paar vertrocknete. In der letzten Zeit hatten die Arbeiterinnen auch schon viele herausgeworfen. Das Volk hat seinen Zyklus praktisch abgeschlossen.
Es hat sich über die gesamte Saison prächtig entwickelt und über einen Monat lang kontinuierlich eine große Anzahl an Geschlechtstieren, besonders Jungköniginnen hervorgebracht. Trotz der Umsiedlung, die einen Teil der Arbeiterinnen kostete, hat es sich nicht nennenswert in seiner Entwicklung stören lassen und 5 Wabenetagen gebaut. Saxonica-Nester haben oft nur 2-3 Wabenetagen. Sicher hat da die intensive Zufütterung geholfen, den Nachteil der Umsiedlung mehr als auszugleichen.

Trotz Umsiedlung letztlich 5 Wabenetagen - Nest der Sächsischen Wespe am Ende des Zyklus / Foto: F. Hornig

Eine der letzten Arbeiterinnen im Nest / Foto: F. Hornig

Hornissennest auf dem Dachboden: Absicherung Nr. 3

Gestern hatten wir eine weitere Absicherung eines Hornissennestes auf einem Dachboden. Auch in diesem Fall handelte es sich um eine fortgeschrittene Filiale, deren Initialnest unbekannt ist.
Die Hausbesitzer waren den Hornissen gegenüber sehr positiv eingestellt und schnell mit einer Absicherung durch Fliegengitter einverstanden, dadurch war kaum Überzeugungsarbeit nötig, um eine Umsiedlung zu vermeiden. Der Dachboden war eher niedrig, sodass wir weniger Material benötigten, dafür aber häufiger intensiven Kopfkontakt mit dem Gebälk hatten. Die Hornissen hingegen blieben die ganze Zeit über unbeeindruckt und sehr ruhig. Nicht zuletzt dadurch verlief die ganze Aktion unproblematisch und recht zügig.

Hier noch ein paar Bilder:

Hornissennest auf dem Dachboden eine Woche vor der Absicherung / Foto: F. Hornig

Das Nest kurz vor der Absicherung / Foto: F. Hornig

Das abgesicherte Hornissennest / Foto: F. Hornig

Der abgesicherte Bereich - Das Hornissennest ist gelb markiert. / Foto: F. Hornig

:-)

Hummelvölker: durchwachsene Bilanz

Von meinen vier Hummelvölkern war bei der Durchsicht nach dem Urlaub keins mehr aktiv. Genauer gesagt, auch das letzte war nicht mehr aktiv. Im Detail: Es handelte sich ja um ein Wiesenhummelvolk (ohne Wachsmottenklappe), zwei Steinhummelvölker und ein Erdhummelvolk (alle drei mit Wachsmottenklappe versehen).
Das Wiesenhummelvolk hatte seinen kurzen Zyklus als erstes abgeschlossen und auch Jungköniginnen hervorgebracht. Zwar stellten sich auch Wachsmotten ein, aber erst zu einem späten Zeitpunkt, sodass das Volk ohnehin schon im Niedergang begriffen war. Entweder lag es am recht kühlen Wetter oder am eher schwachen Geruch des naturgemäß kleinen Wiesenhummelvolkes, dass die Wachsmotten relativ spät kamen und so, auch ohne Gegenmaßnahmen, kaum Schaden angerichten konnten. Das Erdhummelvolk hingegen verlor recht früh seine Königin. Ich fand sie bei einer Durchsicht tot auf dem Nest. Einen Grund konnte ich nicht ausmachen. Die Arbeiterinnen versorgten das kleine Restvolk noch erstaunlich lange weiter, bis es sich langsam auflöste.
Die beiden Steinhummelvölker hielten am längsten durch, beide brachten Geschlechtstiere hervor. Allerdings war ein Volk wesentlich schwächer, blieb eher klein und ich konnte mit Sicherheit nur zwei Jungköniginnen beobachten. Das andere war wesentlich vitaler und hielt auch am längsten durch. Hier entdeckte ich allerdings – trotz Wachsmottenklappe – den Beginn eines Wachsmottenbefalls, nachdem schon kein Flugverkehr mehr stattfand. Aber auch dieser Befall hatte keinen Einfluss mehr auf die Entwicklung des Volkes, die ja schon abgeschlossen war.

Sächsische Wespe: Ende naht

Das Volk der Sächsischen Wespe hat seinen Höhepunkt schon überschritten, der Niedergang ist in vollem Gange. Die Flugfrequenz hat deutlich abgenommen, was an der sinkenden Anzahl der Individuen liegt. Unter dem Nest befinden sich herausgeworfene Larven, da die Zahl der Arbeiterinnen nicht mehr zur Versorgung reicht und diese Larven aufgrund der fortgeschrittenen Saison und des kürzeren Zyklusses der Saxonica sich ohnehin nicht mehr vollständig entwickeln könnten. Die verbliebenen Arbeiterinnen konzentrieren sich in der Hauptsache auf die Versorgung der letzten Geschlechtstiere.

Das Volk hat sich nach der Umsiedlung wirklich prächtig entwickelt, hat über vier Wochen lang ständig Geschlechtstiere hervorgebracht und uns im Garten nicht im Geringsten belästigt, da sich die Sächsische Wespe eben nicht für Süßigkeiten interessiert.

Trotz Umsiedlung - die ja immer einen Stressfaktor für ein Volk ist - hat das Nest einen beeindruckenden Umfang erreicht. / Foto: F. Hornig

Immer noch gibt es Jungköniginnen, doch es werden weniger. Die Arbeiterinnen konzentrieren sich auf ihre Versorgung. / Foto: F. Hornig

Im Müll unterhalb des Nestes finden sich immer mehr tote Wespen und jetzt auch häufiger herausgeworfene Larven. Ein Zeichen für den Niedergang. / Foto: F. Hornig