Beim Füttern des Saxonica-Volkes ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass tote Arbeiterinnen von Vespula germanica neben dem Futternapf lagen. Heute nun war das Volk stark in Aufregung, als ich gerade füttern wollte. Als ich den Kasten geöffnet hatte, sah ich neben dem Futternapf ein Knäuel von Arbeiterinnen, die eine andere Wespe gepackt hielten. Nach einiger Zeit ließen die meisten von ihr ab und nur zwei, später eine Arbeiterin attackierten die fast schon tote Wespe. Es handelte sich um eine Arbeiterin der deutschen Wespe (Vespula germanica), die in den Kasten eingedrungen war, um an das Zuckerwasser zu gelangen. Ich habe mich natürlich gefragt, wie sie an den Wächterinnen vorbei gekommen ist. Allerdings ist das untere Flugloch nicht immer besetzt und später konnte ich die Versuche einer weiteren Germanica-Arbeiterin beobachten, auf diesem Wege in den Kasten zu gelangen.

Wächterin am Flugloch des Saxonica-Volkes / Foto: F. Hornig

Zwei Saxonica-Arbeiterinnen attackieren immmer noch die fast leblose Germanica-Arbeiterin / Foto: F. Hornig

Saxonica-Arbeiterin mit der toten Germanica-Arbeiterin / Foto: F. Hornig

Anhand der Gesichtszeichnung und des Abstandes zwischen Augen und Mandibeln gut zu unterscheiden: oben Saxonica, unten (tot) Germanica / Foto: F. Hornig
Im letzten Jahr sind die germanica Arbeiterinnen in mein Steinhummelnest eingedrungen. Habe sie in Verdacht so manche Hummelarbeiterin abgestochen zu haben.
Auch in diesem Jahr versuchen sie es. Nur bei der Steinhummel, nicht bei der Ackerhummel! Noch erfolglos, die Hummeln sind heuer doppelt so groß als im letzten Jahr und wesentlich zahlreicher und aggressiver.
Christian
Ich denke, die sind in erster Linie auf die Honigtöpfchen aus. Nehmen natürlich auch gerne Larven mit, wenn sie erreichbar sind. Die Hummelarbeiterinnen werden sicher nicht als Beute gedacht gewesen sein, sondern bei der Verteidigung gestorben sein. Sicher haben sie aber auch die eine oder andere Wespe gekillt.