Absicherung eines Hornissennestes
Gestern haben wir ein Hornissennest auf einem Dachboden abgesichert. Die Eigentümer ließen sich überreden, von einer Umsiedlung Abstand zu nehmen und stattdessen die Hornissen zu tolerieren.
Also haben wir einen kleinen “Käfig” aus Konstruktionslatten und Fliegengitter konstuiert und am Gebälk befestigt. Unter dem Nest wurde ein Karton mit Kleintierstreu platziert, der die Ausscheidungen der Hornissen aufnehmen soll, um übermäßiger Geruchsbildung entgegen zu wirken.
Hier das Nest am Dachgebälk:

Hornissennest auf einem Dachboden / Foto: F. Hornig
Unter dem Nest wird ein Karton auf einem Tisch platziert, der die Ausscheidungen und den “Müll” (Beutereste) der Hornissen aufnehmen soll. Die Hornissen fliegen durch das gekippte Fenster ein und aus:

Foto: F. Hornig
Am Dachgebälk wird ein Gerüst aus Konstruktionslatten befestigt:

Foto: F. Hornig
Im oberen Dreieck der Dachspitze wird schon einmal alles mit Fliegengitter abgedichtet:

Foto: F. Hornig
Auch der Rest wird mit Fliegengitter verkleidet und abgedichtet. Mit Reißzwecken, Klebeband, “Nähzeug” etc. Zum Teil, gerade in den Ecken, eine echte Fummelarbeit. Und das alles auf dem heißen Dachboden – hart am Rande der Dehydrierung. ![]()

Foto: F. Hornig
Resultat: Der Dachboden kann von den Eigentümern wieder fast uneingeschränkt genutzt werden.

Foto: F. Hornig
Den Hornissen bleibt eine stressige, immer auch mit Risiken behaftete Umsiedlung erspart.
Hi,
da ist es aber schön, dass die Horniqueen im Frühjahr bei der Nistplatzsuche nicht an der Scheibe geblieben und dort verendet ist. Hatte ich im alten Haus, dass Hummeln, Wespen und Hornis den Dachboden durch das Fenster verlassen wollten und dann, wenn ich nicht rechtzeitig kam, starben.
Der Dachboden sieht gut isoliert aus, wo ist denn as der Hornieingang?
Christian
Die fliegen alle durch das gekippte Fenster ein und aus. Haben wir noch in einem anderen Fall genauso. Klappt ohne große Probleme. Ist glaube ich nur zu Beginn für die Königin, beim ersten Mal, eine Gefahr.