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Umsiedlung: Sächsische Wespe in meinen Garten

15. Juni 2011

Zur Vorgeschichte:
In einem Objekt (“Spechthöhle”) eines Naturerlebnispfades hatte sich ein Volk der Sächsischen Wespe einquartiert. Zwar hätte man dieses Objekt sperren können, da natürlich an ein Hineinkriechen und Besichtigen zusammen mit den Wespen auf engstem Raum nicht zu denken war, aber wir entschieden uns für die Umsiedlung, da sie relativ einfach und risikolos erschien. Davon abgesehen war damit der gesamte Pfad für Besucher wieder nutzbar. Positiver Nebeneffekt: Wir hatten z.T. sehr interessierte Besucher, die, ausgestattet mit einer Schutzjacke, einen direkten Blick auf unsere Arbeit werfen und sich für den Wespen- und Hornissenschutz erwärmen konnten.

Hier die gesperrte “Spechthöhle”. Auf der Rückseite befindet sich der Eingang zum Hineinkriechen.

Foto: F. Hornig

Innen unter der Decke das Nest:

Nest der Sächsischen Wespe / Foto: F. Hornig

Nachdem wir die Hülle entfernt hatten, haben wir das Nest von der Decke getrennt und auf ein kleines Brettchen geklebt, über das wir später, als sich bei Dunkelheit alle Arbeiterinnen wieder auf dem Nest gesammelt hatten, einen Transportkasten gestülpt haben. Nach dem Transport wird das Brettchen samt Nest in den Zielkasten geklebt. Bei totaler Dunkelheit wird dann der Transportkasten ruhig aber zügig nach unten abgezogen.

Hier das an die Decke geklebte Brett, dicht neben der ursprünglichen Position des Nestes:

Das Nest auf dem Brettchen an der Decke der "Spechthöhle". / Foto: F. Hornig

Am anderen Morgen haben sich die ersten Arbeiterinnen schon durch die perforierte Pappe des Fluglochs genagt und nehmen gierig verdünnten Futterteig auf.

Einige Arbeiterinnen vergrößern weiter das Flugloch, andere stärken sich am Futterteig. / Foto: F. Hornig

Und heute, zwei Tage nach der Umsiedlung, ein Blick in den Kasten: Die Arbeiterinnen versorgen fließig die Brut und auch die Außenhülle wurde schon teilweise ersetzt.

Das Nest zwei Tage nach der Umsiedlung / Foto: F. Hornig

Foto: F. Hornig

Auch der Flugverkehr ist recht gut. Die Arbeiterinnen haben sich auf die neue Umgebung eingeflogen und “ernten” fleißig Schnaken in meiner Hecke. :-)

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  1. 15. Juni 2011 21:39

    Na klasse! Richtig gute und informative Bilder! – Da hat sich die Sache doch wohl gelohnt. Daumendrücken, dass die “Sachsen” mit ihrem neuen Hornissenkasten zufrieden sind und also weitermachen.
    MatsDrohne

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