Hitze treibt Wespen auf die Außenhülle

Die extrem hohen Temperaturen treiben viele Wespen aus dem Inneren des Nestes auf die Außenhülle. Sowohl Arbeiterinnen als auch Jungköniginnen und ein paar Drohnen sitzen auf der Nesthülle oder an den Wänden des Kastens. Dort versuchen vor allem die Arbeiterinnen durch das Luftfächeln mit ihren Flügeln die Temperatur etwas zu senken. Obwohl der Nistkasten ganztägig im Schatten steht, ist es momentan recht warm in Kasten und Nest.

Foto: F. Hornig

Foto: F. Hornig

Foto: F. Hornig

Foto: F. Hornig

Sächsische Wespe: neue Bilder vom “Gartenvolk”

Noch immer wächst das Volk der Sächsischen Wespe in meinem Hornissenkasten. Obwohl schon Jungköniginnen und Drohnen hervorgebracht werden, nimmt das Nest an Größe zu. Auch der Futterverbrauch ist weiter gestiegen. Die Arbeiterinnen versorgen gerade auch die Jungköniginnen mit dem Zuckerwasser, damit sich diese einen ordentlichen “Winterspeck” zulegen, den sie für ihre Winterruhe brauchen.

Weiter gewachsen: Nest der Sächsischen Wespe in meinem Hornissenkasten / Foto: F. Hornig

Blick von unten / Foto: F. Hornig

Auch der Futterverbrauch ist weiterhin gestiegen / Foto: F. Hornig

Umgesiedelte Wespenvölker

Den beiden umgesiedelten Völkern der Sächsischen Wespe geht es prächtig. Bei beiden Völkern zeigt sich ein reger Flugverkehr und die Nester sind gewachsen.

Das erste Volk haben wir am 26.06. umgesiedelt. Nach 10 Tagen ist das Nest deutlich gewachsen:

Deutliches Wachstum 10 Tage nach der Umsiedlung bei Volk Nr. 1 / Foto: F. Hornig

Auch das zweite Volk, das zum Zeitpunkt der Umsiedlung schon etwas größer war, hat sich in der neuen Umgebung gut eingelebt. 4 Tage nach der Umsiedlung hat es einen Teil der Nesthülle ersetzt und eine dritte Wabenetage wurde angefangen:

Das andere Volk hat einen Teil der Außenhülle ersetzt und sogar eine dritte Wabenetage angefangen. / Foto: F. Hornig

“Gartenvolk” der Sächsischen Wespe weiterhin auf Wachstumskurs

Jetzt wird hier schon über drei Völker der Sächsischen Wespe berichtet. Zwei umgesiedelte Völker und mein “Gartenvolk”, wo sich die Königin ausnahmsweise mal den “richtigen” Platz zur Gründung eines Volkes ausgesucht hat, wenn auch in einem Hornissenkasten ;-)

Das “Gartenvolk” ist und bleibt das mit Abstand größte und individuenstärkste der drei Völker. Das liegt sicher auch am früher Gründungstermin und an meiner Unterstützung durch Bienenfutterteig. Obwohl schon Geschlechtstiere (die Zahl der Jungköniginnen und Drohnen steigt ständig) hervorgebracht werden, wächst das Nest noch immer und die Waben sind voll mit Larven und verdeckelten Zellen. Noch immer sehe ich auch Arbeiterinnen, die Orientierungsflüge machen, wenn auch anscheinend seltener. Das heißt, es gibt auch noch Arbeiterinnennachwuchs.

Saxonica-Nest am 04.07.2010 / Foto: F. Hornig

Dokumentation: Weitere Umsiedlung eines Wespennestes

Gestern stand eine weitere Umsiedlung eines Volkes der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica) an. Es scheint dieses Jahr ein Saxonica-Jahr zu sein.
Das Volk hatte ein Nest in einem Gartenhäuschen, direkt hinter der Tür, gebaut. Beim Öffnen der Tür wurde das Nest jedesmal erschüttert, sodass eine Umsiedlung nötig war.

Als ersten Schritt trennten wir das Nest vorsichtig von der Wand des Gerätehäuschens ab und klebten die Wabenetagen in den vorbereiteten Nistkasten. Dabei entfernten wir die Außenhülle, um besser kleben zu können. Diese wird von den Arbeiterinnen sehr schnell wieder ersetzt werden.
Das Foto zeigt die eingeklebten Waben noch auf dem Kopf stehend, bis der Kleber getrocknet ist. Auf den Waben sitzen die Königin und ein paar junge Arbeiterinnen, die noch nicht vom Nest abfliegen.

eingeklebte Waben mit Königin und ein paar Arbeiterinnen / Foto: F. Hornig

Noch einmal die Waben im Kasten. Noch immer steht der Kasten auf dem Kopf, da der Kleber noch nicht ausgehärtet ist.

Die Waben im Kasten während der Kleber trocknet. / Foto: F. Hornig

Wenn der Kleber ausgehärtet ist, wird der Kasten an die Hütte gehängt. Möglichst genau dort, wo die Wespen normalerweise einfliegen. Sie sammeln sich dann mit der Zeit auf den Waben.

Kasten an der Hütte / Foto: F. Hornig

Kasten an der Hütte II / Foto: F. Hornig

Auf den Bildern sieht das alles ganz ruhig aus, wenn ihr aber das Video anseht, werdet ihr feststellen, dass die Arbeiterinnen sehr aufgeregt sind und könnte euch vorstellen, dass es eine ganze Weile dauert, bis sich alle Arbeiterinnen auf den Waben niedergelassen haben. Wir haben daher bis zum Einbruch der Dunkelheit gewartet.

Nachdem sich die Arbeiterinnen auf den Waben niedergelassen hatten, haben wir die Tür des Kastens vorsichtig aber schnell geschlossen. Schon vorher hatte ich das Flugloch mit Fliegengitter gesichert, sodass es geschlossen war, die Durchlüftung des Kastens jedoch sichergestellt war.

Am Zielort das Kastens, inzwischen war es dunkel, ersetzten wir das Fliegengitter durch eine Pappe, die in der Mitte perforiert war. Diese Perforation wird von den Arbeiterinnen bei Tageslicht bemerkt, sodass sie sich am nächsten Morgen ein selbstständig ein Flugloch in die Pappe nagen können.

Am nächsten Morgen - bereits am Zielort - ist das Flugloch schon aufgenagt. / Foto: F. Hornig