Das gibt’s doch gar nicht. Sie überraschen einen doch immer wieder.
Meine optimistischsten Berechnungen für das Erscheinen der ersten Arbeiterinnen lagen beim 25. Mai. Nun fliegen schon heute die ersten Arbeiterinnen des Volkes der Sächsischen Wespe. Hat das die Heizung bewirkt? Wenn man bei Witt (Rolf Witt: Wespen, Vademecum-Verlag, S. 35) nachliest, stößt man auf folgende Passage: “Durch eine Temperaturregulation kann die Entwicklungszeit des Nachwuchses im Vergleich zur Nestgründungsphase deutlich auf nur 4 Wochen verkürzt werden.” Ich kann nicht genau sagen, wann das Nest gegründet und die ersten Zellen bestiftet wurden (am 28.04 waren jedenfalls spätestens Zellen bestiftet). Die ersten verdeckelten Zellen habe ich am 14.05. fotografiert, vermutlich haben sich diese Larven am 13.05. eingesponnen. Doch vermutlich gab es andere, die sich früher eingesponnen haben, die ich durch das Flugloch aber nicht sehen konnte, weil sie auf der oberen, kleineren Wabenetage waren.
Wie auch immer:
Heute beim Blick in den Kasten durch das Seitenfenster habe ich völlig unerwartet die erste Arbeiterin entdeckt. Später flog eine Arbeiterin schon sicher ein und eine andere zeigte einen Orientierungsflug, den ich filmen konnte:
Fotos gibt es noch keine, da ich die Tür des Kastens noch nicht öffnen wollte, damit keine Arbeiterin durch die Tür ausfliegt, die sich das Einflugloch noch nicht eingeprägt hat.